Geldbaum

Die Herkunft

Die Crassula ovata, auch unter der Bezeichnung Geldbaum* genannt, ist Teil der Gattung der Crassulaceae, also der Dickblattgewächse. Diese Pflanzengattung inkludiert über 300 verschiedene Pflanzen. Ursprünglich stammt der Geldbaum aus Südafrika. Bekannter als der Begriff Geldbaum sind für die Pflanze auch die Bezeichnungen Pfennigbaum und Glücksbaum. Als Zimmerpflanze ist der Geldbaum in Deutschland sehr beliebt.

Der Wuchs

Zu kaufen gibt es den Geldbaum oft im Miniaturformat. Zu diesem Zeitpunkt ist er circa sechs Zentimeter hoch. Über die Jahre legt der Geldbaum allerdings ordentlich an Größe zu und wird dann zu einem kleinen Baum. Insgesamt ist eine Höhe zwischen 50 und 100 Zentimeter möglich, allerdings stehen in einigen Haushalten auch Exemplare, die wesentlich größer sind. Zu Beginn wächst der Geldbaum über das Jahr noch sehr stark, mit zunehmenden Alter wächst er allerdings immer langsamer. In diesem Stadium nimmt dann hauptsächlich noch die Dicke der Zweige und des Stamms zu. So sorgen die Geldbäume dafür, dass sie auch genug Kraft haben, um ihre schweren Blätter zu halten.

Die Blätter

Der Geldbaum hat Blätter, die oval geformt sind und auf ihrer Oberfläche eine leichte Wölbung aufweisen. Von unten sind die Blätter flach. Die Zweige des Geldbaums halten die dicken Blätter ohne Stiele. Typisch für die Dickblattgewächse hat der Baum fleischige Blätter, deren Triebe zu Beginn grün sind und im Laufe der Zeit eine braungraue Farbe annehmen.

Die Blüten des Geldbaums, die rosa oder weiß gefärbt sind, werden erst nach rund zehn Jahren ausgebildet. Der Anblick ist sehr besonders, da die Blüten sternförmig und klein sind. Filigran und lang ragen dann die Staubblätter aus ihnen hervor. Die Blüten kommen oft im Frühling oder späten Winter, allerdings nur dann, wenn es einen klaren Temperaturunterschied zwischen Winter und Sommer gibt. Um das Blühen des Geldbaumes zu unterstützen, kann er im Sommer auf dem Balkon oder der Terrasse aufgestellt werden. Beginnt dann der Herbst, sollte er aber wieder im Inneren aufgestellt werden.

Der Standort

Bezüglich des richtigen Standortes hat der Geldbaum keine hohen Ansprüche. Während des Sommers kann er gut draußen in der Sonne oder im Halbschatten platziert werden. Wird er als Zimmerpflanze genutzt, dann sollte er in den ersten sechs Monaten in der Nähe eines Fensters stehen. Warme Luft der Heizung ist für die Pflanze eher ungeeignet. Der richtige Ort im Winter ist hell aber kühl, circa 10 Grad Celsius sind hier empfehlenswert.

Das Substrat für den Geldbaum

Es eignet sich nährstoffarme und lockere Erde als Pflanzsubstrat für den Geldbaum zu verwenden. Zu einem Viertel sollte die Erde mit Sand vermengt werden. Auch Lavagrus oder Seramis Granulat* und Bims* sind geeignet. Wichtig ist, dass ein saurer bis neutraler pH-Wert im jeweiligen Boden herrscht. Ebenfalls kann mineralhaltiges Substrat zur Hälfte mit Erde für Kakteen vermischt werden.

Das Gießen des Geldbaum

Beim Gießen sollte der Geldbaum vorsichtig behandelt werden, da er keine Staunässe mag. Verdunstet das Wasser an sehr warmen Tagen schnell, braucht der Geldbaum für sein Wachstum jedoch ausreichend Wasser, welches er gut aufnehmen kann. Ist es kühler, dann sollte die Pflanze nur wenig gegossen werden. Dies gilt auch für den Winter, wenn er an einem kühlen und hellen Ort untergebracht ist. Es ist nicht schlimm, wenn die Erde über einige Tage lang austrocknet.

Das Düngen

Während der Zeit des Wachstums, also von April bis September, sollte im Monat einmal etwas Kakteendünger* verwendet werden. Benötigt der Baum es, kann die Dosis auch zweimal im Monat erfolgen.

Das Umtopfen

Ein regelmäßiges Umtopfen ist bei dem Geldbaum besonders in den Anfangsjahren nötig, denn der Wachstum verläuft hier sehr schnell. In der Regel sollte der Geldbaum am Anfang alle zwei oder drei Jahre, danach alle fünf Jahre, einen neuen Topf bekommen. Zum Umtopfen sind die Sommer- und die Frühlingsmonate zu empfehlen. Keinesfalls sollte das Umtopfen während des Winters stattfinden, denn das ist die Zeit, in welcher der Baum ruht und kaum ein Wachstum stattfindet. Daher würde die Regeneration in dieser Zeit nicht optimal funktionieren, wenn er während des Umtopfens beschädigt wird.

Wegen der Form des Wuchses, die nicht nach einer bestimmten Form verläuft, sind die Geldbäume oft recht schief und krumm. Auch brechen die Zweige vom Geldbaum hin und wieder ab. Deshalb kann der Geldbaum einmal oder zweimal im Jahr einen Schnitt bekommen. Das Austreiben des Geldbaum findet dann nach dem Schneiden wieder vermehrt statt und ein dichterer Wuchs ist möglich. Es muss hier darauf geachtet werden, dass keine Blattstummel übersehen werden. Die Schnitte am Geldbaum sollten immer glatt verlaufen und nur an den Rillen ausgeführt werden.

Es ist auch möglich, einen Geldbaum im Sinne eines Bonsais zu schneiden und zu erziehen. Dann muss er von Beginn an regelmäßig sauber geschnitten werden.

Die verschiedenen Sorten vom Geldbaum

Von der pflegeleichten und beliebten Zimmerpflanze gibt es viele verschiedene Varianten. Im folgenden werden bekannte Sorten, die eine besondere Farbgebung oder einen außergewöhnlichen Wuchs haben, vorgestellt.

Über löffelförmige, hellgrüne Blätter verfügt der Löffelbaum. Im Sommer trägt er, mit etwas Glück, weiße Blüten, die außergewöhnlich zart riechen. Allerdings zeigt der Löffelbaum diese nur selten. Die Variante Gollum bekommt bei Sonneneinstrahlung eine tolle rötliche Farbe. Ähnlich einer Wildform ist der panaschierte Geldbaum. Allerdings sind die Blätter hier sehr markant in grün und gelb gefärbt. So wird er eine wahre Augenweide. Dreifarbig dagegen ist die Tricolor Sorte. Innen sind die Blätter grün-gelb gefärbt. Der Rand der Blätter ist rot gefärbt. Desto mehr Sonne diese Art abbekommt, desto intensiver ausgeprägt sind auch die Farben.

Die Vermehrung vom Geldbaum

Der Geldbaum kann über Kopfstecklinge gut vermehrt werden. Dazu sollten im Frühling, nach erfolgtem Blühen, die Austriebe am Zweigende abgeschnitten werden. Bewurzelt werden können diese dann in einem Glas Wasser oder in einem neuen Topf. Allerdings brauchen diese viel Feuchtigkeit. Auch ein Blatt kann vorsichtig abgeschnitten werden und dann auf ein passendes Substrat gelegt werden. Hier braucht es etwas mehr Zeit, bis die Bildung der neuen Wurzeln einsetzt. Allerdings versprechen beide Möglichkeiten Erfolg.

Schädlinge und Krankheiten vom Geldbaum

Ein Problem beim Geldbaum* können die Wurzelläuse werden. Diese vermehren sich in dichter und trockener Erde. Als Folge welkt die Pflanze und stirbt letztendlich ab. Die Läuse können an den pulvrigen Exkrementen, die eine weiße Farbe haben, gut erkannt werden. Wenn rechtzeitig bemerkt wird, dass ein Befall vorliegt, können die Läuse durch Gießen leicht vertrieben werden. Auch kann gegen die Wurzelläuse mit einem Insektizid vorgegangen werden. Blattläuse und Schmierläuse zieht der Geldbaum ebenfalls an. Allerdings ist er für andere Krankheiten nicht sonderlich anfällig.

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